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Gästebuch S.6

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Name: JAN GERD
Email: Jan-Gerd@web.de

Datum: Montag, 16 April, 2001 um 12:02:53
Kommentar:
Guten Tag, Ich finde die Homepage Juden.de sehr gut. Man erfährt viel über das Judentum, und auch so zum Stöbern ist es wirklich gut aufgemacht. Nun zu einigen Themen: Laurenz Meyer ist in meiner Sicht nicht ganz beisammen. Wie kann er nur sagen das er stolz ist Deutscher zu sein. Auf ein Land kann man nicht stolz sein was Leute ermordet hat. Außerdem kann man nur auf einzelnes Stolz sein, auf Familie usw. Ich finde es ebenfalls gut das viele Denkmäler gesetzt sind bzw. noch werden. Man muss sich im Klaren sein, das die Deutschen Mörder waren und man muss daraus lernen dass es nicht mehr dazu kommen darf. Leider sind kleine Ansätze (Neonazistische Gruppen), die die Vergangenheit aufleben wollen. MFG JAN_GERD

Name: Tsauls
Email: tsauls@networksplus.net

Datum: Montag, 16 April, 2001 um 12:01:19
Kommentar:
Hallo Also ich bin absolut kein Jude!!!!!!!!!!!! Das finde ich auch ganz gut so, weil wenn ich mir so angucke was der Herr Spiegel von sich laesst wird es mir ganz schlecht. Zum Glueck bin ich hier in den USA und kann sagen was ich will. Wenn irgendwelche rechtsradikale meinen zu Demonstrieren dann soll denen das auch gefaelligst gestattet werden. Ich bin sowieso fuer freie Meinungsfreiheit, wie in den USA!!!!!!!!!!!! Ich unterstuetzte auch voellig die Meinung von unserem verehrten Stellvertretenden Parteivorsitztenden der CDU, Friedrich Merz : "Ich bin stolz ein DEUTSCHER zu sein!!" !! Unser absolut inkompetenter Bundesumweltminister Tritt-ihn beschimpfte ihn darauf hin als NAZI (!) was total unpassend und unbeschreiblich ist. So was sollte sofort aus dem Ministeramt entlassen werden. Und letztens ihr Juden regt euch viel zu viel ueber die Deutschen auf. Was passiert ist ist passiert und es wird sich nicht mehr aedern und so was wird auch nie wieder passieren. Kuemmert euch besser darum wie ihr euch besser integrieren koennt! Und sagt dem Spiegel er soll sich still halten!

Name: Brigitte Lüffe
Email: cub@post.webmailer.de

Datum: Sonntag, 25 März, 2001 um 00:42:16
Kommentar:
Tja, ich habe mir verschiedene Dinge nicht aussuchen können, als ich geboren wurde: meine Eltern, Geschwister, Verwandte, meine Heimatstadt, meine Nationalität......Ich freue mich einfach, dass es so gekommen ist in meinem Leben, wie es gekommen ist. Und ich denke, der mich geschaffen hat, hat einen festen Plan für mich, für mein Leben und weiß, was für mich gut ist. Es macht mich glücklich, den zu kennen, dem ich mein ganzes Sein, mein Leben verdanke. Dafür danke ich, und auch den Menschen, die mir geholfen haben, Ihn kennenzulernen.

Name: Motty Levi
Email: m.levi@galactica.it

Datum: Samstag, 24 März, 2001 um 11:11:29
Kommentar:
Ciao, ich bin Motty Levi aus Florenz und bin aus reinem Zufall auf euer Portal gestossen. Fantastisch! Gibt es das alte (von uns gegründet) BJJSD überhaupt noch? Ich lebe in Italien und in Israel, d.h. ich pendele jede Woche. Ich hätte Lust mit meinen alten Chaverim Alex Rosner, Ricardo Felberbaum, Miguel Freund, Rita Friend, Rebecca Ostrowiecki, Miki Pick und anderen aus dem Köln der achtziger Jahre Kontakt aufzunehmen. Kol ha'kavod per il vostro lavoro, Motty Levi

Name: Stefan Wischniowski
Email: s.wischniowski@berlin.de

Datum: Freitag, 23 März, 2001 um 09:32:32
Kommentar:
Der Satz "ich bin stolz ein Deutscher zu sein" stellt auch in meinem Befinden eine Diskriminierung anderer Nationalitäten dar. Ein Mensch kann stolz auf die Arbeit und Leistung seiner selbst oder eines anderen sein, seien es seine Eltern oder ein anderer, der zu ihm in keiner persönlichen Beziehung steht. Der Stolz auf eine angeborene Eigenschaft, die Hautfarbe, der Name, das Aussehen oder die Nationalität ist genauso unsinnig, wie das Herabsetzen dieser Eigenschaften. Damit sehe ich Jürgen Trittins Äußerung, dass Laurenz Meyer nicht nur so aussieht wie ein Skinhead als ähnlich dämlich an, wie die Äußerung Meyers, er sei darauf stolz ein Deutscher zu sein. Beide unterliegen dem Irrtum, dass eine angeborene Eigenschaft eines anderen öffentlich zu werten sei, dem entgegen ist diese unveränderbar und hinnehmbar. Das Deutsch-Sein stellt zudem für sich genommen keine Eigenschaft dar, aus der positive menschliche Merkmale erwachsen können, die durch ein Nicht-Deutsch-Sein gehemmt würden. Somit stellt sich der Stolz auf das Deutschsein als irrationale nicht belegbare Wertung dar, die von Jemandem, der Menschen aller Nationen als Individuen mit durchschnittlich gleich guten genetischen Veranlagungen sieht, nicht ernsthaft geäußert werden darf. Der Stolz bezieht sich hierbei lediglich auf das Unterscheidungskriterium deutsch zu sein und nicht wie von gemäßigten Patrioten suggeriert, auf die gemeinsam geteilte Freude in Deutschland zu leben. Mit Ausnahme eingebürgerter auslandsstämmigen Deutschen, die ihr Stolzsein auf das Erreichen der gesetzlichen Hürde der Einbürgerung bekunden dürfen (aber nicht sollten), kann kein geborener Deutscher stolz, nur auf den angeborenen Unterschied zu anderen Nationen sein. Vergleich: Der Stolz auf das eigene Haus ist meist eine Mischung aus rückblickender Genugtuung, nach den Strapazen die zum Eigenheim führten und einem Herabblicken auf eventuell kleinere, billigere oder in schlechterer Lage stehenden Häusern. Sollte dieser schlechte Vergleich nicht einleuchten, so ergänze ich folgendes: Nach landläufiger Ansicht dürfte es richtig sein, dass ein Kind, das das beste Fahrrad einer Gruppe besitzt, stolzer darauf ist, als die Kinder der gleichen Gruppe, die ein schlechteres Fahrrad haben. Weil Kinder auch Menschen sind, ist dieser Vergleich beim Eingeständnis eigener infantiler, irrationaler Gefühlswallungen auf die meisten Erwachsenen übertragbar. Wenn demnach das Nicht-Deutsch-Sein sich als das schlechtere Fahrrad herausstellt, so stellt sich der kritisierte Satz als Diskriminierung aller anderen Nationalitäten dar und sollte meiner Meinung nach keine Verwendung finden. Dass diese Meinung aus dem Gefühl heraus von den meisten geteilt wird erkenne ich beispielsweise an der Formulierung Guido Westerwelles, der sich im Bundestag für das Ausscheiden Trittins aus der Regierung aussprach und gerade nicht diesen Satz verwendete, sondern seinen Stolz auf das Land, die Menschen und deren Politik seit 50 Jahren zum Ausdruck brachte, was gerade keine angeborenen Eigenschaften sind. Es ist richtig, wenn eine gemäßigte Form von Patriotismus zugebilligt wird, denn ein gesunder Patriotismus ist die beste Abwehr gegen rechtsradikale Tendenzen. Dennoch sollte sich dieser nur als freundschaftlicher Wettbewerb darstellen und zur Kollektivdynamik beitragen und nicht in Abwertung, Provokation und Aggression münden. Das generelle Herdenverhalten des Menschen ist es, das patriotische Lebensformen entwickelt hat, Individualisten sind die Ausnahme, fragwürdig ist, ob eine Gesellschaft aus Individualisten sich so schnell entwickelt hätte wie der Mensch dies tat. Aufgrund der menschlichen Eigenschaft sich verändern zu können verbleibe ich mit dem Gruß Ich bin stolz ein Individualist zu sein Stefan Wischniowski

Name: TDobat
Email: TDobat@aol.com

Datum: Freitag, 23 März, 2001 um 09:29:56
Kommentar:
Hallo Ich bin Franzose auf die Insel Martinique geboren,und lebe seit 31 Jahren in Deutschland. Ich will hier Lob und Anerkennung an Herr Michel Friedman sprechen ,er bringt IMMER die Sache in ein debat auf der PUNKT!!!.

Name: Sebastian Kraus
Email: sekraus@gmx.de

Datum: Freitag, 16 März, 2001 um 20:05:11
Kommentar:
Um auch den letzten Zweifel an meiner Einstellung und Differenzierung der selben auszuräumen, werde ich mich im Folgenden ohne jede Phrase oder gehobene Sprache ausdrücken: 1) Hitler war eine kranke, unfähige, wahnsinnige und unmenschliche Strafe für die Welt! Sein Handeln heisse ich nicht gut und verachte es. 2) Die Juden sind eine Religion wie jede andere auch; mir persönlich sind alle Religionen völlig egal, insofern nehme ich auch keine Wertung in irgendeiner Form vor. 3) Die Juden sind auch keine gesonderte Rasse, sondern lediglich in einer besonders häufig vertreten. Also hasse ich auch keine Ethnie. Da Sie sich für mich, also weder in Nationalität, als auch in Religion oder Rasse von mir unterscheiden, kann ich aber auch keinen Grund erkennen, der Ihnen eine gesonderte Stellung in der Gesellschaft gibt. 4) Nach dem WK II. wurde den Deutschen jedre Nationalstolz "abgwöhnt" und ausgetrieben. Eine Äusserung, wie "Ich bin stolz ein Deutscher zu sein!" wird mit "Ich hasse alles Fremde!" gleichgesetzt. Der Patriotismus wird verdrängt und kann sich nur noch als Nationalismus ausdrücken! 5) Skinheads sind ungebildete Idioten, die nicht an Politik sondern an Gewalt interessiert sind. Demzufolge distanziere ich mich, ich sehe mich als konservativ aber nicht als "rechts" an, von diesen Schlägertrupps. 6) Trotzdem empfinde ich auch über gewisse ausländische Mitbürger Unmut, da ich manchmal dreimal die Woche von solchen Menschen attackiert werde. Grundlos. Im Endeffekt werden diese Personen genau wie Skins von der Perspektivenlosigkeit zur Gewalt getrieben. 7) Die Entschädigungszahlungen sind gut; jedoch sollte man generell an die Opfer denken (z.B. auch Roma und Sinti, die keine Lobby in den USA besitzen). 8) Es gibt keine Erbschuld, die mich persönlich zu irgendeiner Trauer verpflichten könnte. Jedoch wird ständig versucht, soetwas durch Druck zu erreichen, was logischerweise zu einer Trotzreaktion führt. Das Thema wird übrigens in der Schule in so ziemlich jedem Fach diskuttiert, was zu einer Überreizung führt. 9) Es gibt kein echtes Interesse an einer Dikussion sondern nur an Schubladendenken und Vorurteilen. Jemand der eine andere Meinung vertritt "muss noch die Wahrheit finden" und deshalb ein "gutes" Buch, z.B. die Bibel lesen, kann also deswegen nicht gebildet sein. 10) Gewalt ist keine Lösung, genauso wie Beschimpfungen oder Vorurteile. 11) Ich bin stolz ein Deutscher zu sein, da wir das einzige wichtige Land der Welt sind, dass nicht mal im entferntesten daran gedacht hat, jemals wieder einen Krieg zu führen. Seit 50 Jahren. Dagegen sehe ich Jom Kippur, Vietnam, Falkland, Afghanistan, Tibet etc. Ausserdem ist die BRD ein landschaftlich schönes Land, und wir haben uns selbst wieder hochgearbeitet. Wir sind das Land der Dichter und Denker, der persönlichen Freiheit und haben keine Not zu fürchten. Deutschland gibt jedem von uns, ob er es anerkennen will oder nicht, eine Heimat, Essen, Sicherheit, Frieden, Bildung und eine Chance für ein erfolgreiches Leben. Und darauf bin ich stolz. Sebastian

Name: Sebastian Kraus (Antwort auf Herrn Liepelt/Pecher und Brigitte)
Email: sekraus@gmx.de

Datum: Freitag, 16 März, 2001 um 20:04:05
Kommentar:
Hallo Brigitte! Erstens muss ich dir mitteilen, dass es formal so etwas wie Glaubensfreiheit in unserem Staat gibt und ich nicht verpflichtet bin, die Bibel zu lesen. Ich wüsste auch nicht, was die Bibel zu meinem Reifungsprozess beitragen könnte. Doch halt! Meinst du solche Stellen, wie 1. SAMUEL 15? Für alle die jetzt nicht diese Stelle kennen: "So zieh nun hin und schlag Amalek und vollstrecke den Bann an ihm und an allem, was er hat; verschone sie nicht, sondern töte Mann und Frau, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel." Soll ich fortfahren? Aber sicher sind dir auch diese ganzen unschönen Details geläufig. Auf jeden Fall lasse ich mir bestimmt nicht in einer so geringschätzigen Weise von dir Anweisungen geben! Interessant ist übrigens, dass "Amalek" heute auch als jüdisches Pendant zu "Antichrist" als Bezeichnung für die Deutschen verwendet wird. PS: Lies mal den vorangegangenen Beitrag von Herrn Liepelt! Ausserdem möchte ich mich Herrn Wiegand anschliessen; meinen Stolz kann mir keiner nehmen, auch wenn bestimmte Leute dies gern täten. Im Endeffekt hat jedes Land "eine Leiche im Keller", was zwar nicht unsere eigene historische Schuld verringert, aber immerhin relativiert. Das ich vor jedem Beitrag erst ca. eine Seite tiefes Bedauern über den Holocaust äussern muss, war mir nicht geläufig! Auffällig finde ich auch, dass man sobald man eine abweichende Meinung äussert, und hier irrt Herr Pecher, wenn er mir eine fehlende Differenzierung vorwirft, eine Welle von Ablehnung und Beschimpfungen erfährt. Ein kritischer Ansatz wird gleich als "rechts" etc. bewertet, aber auseinadersetzen tut man sich damit nicht. Stattdessen wird wieder sofort auf die Historie verwiesen und somit mein zweiter Kritikpunkt bestätigt. Ausserdem habe ich in erster Linie bemängelt, dass gewisse Anwälte sich mit einer anteiligen Provision den Lebensabend sichern wollen. Dass die jüdische Bevölkerung hierdurch ausgenutzt wird, habe ich auch erwähnt. Nie habe ich gesagt oder geschrieben, dass die Entschädigungszahlungen nicht gerechtfertigt oder schlecht sind. Im Gegenteil, ich halte es für selbstverständlich, dass ein Ausgleich, soweit dies symbolisch möglich ist, stattfindet. Ich habe lediglich ihr Zustandekommen und ihre Fehler (Beschränkung auf US-Amerikaner) kritisiert. Zum anderen muss ich mich bei Herrn Liepelt und den Betreibern dieser Page entschuldigen; besagter Beitrag ist tatsächlich noch verhanden. Asche auf mein Haupt! Ich hoffe, meine Meinung wurde nun deutlicher und jemand erbarmt sich, indem er argumentativ und nicht abblockend darauf eingeht. Sebastian

Name: Eckhard Pecher
Email: mail@epecher.de

Datum: Donnerstag, 15 März, 2001 um 18:31:32
Kommentar:
Hallo. Ich finde es mutig, dass Ihr auf Eurer Seite ein Gästebuch habt. Ich bedaure die Administratoren nicht, die sich mit Sicherheit alle möglichen Schmähungen von rechten Deppen durchlesen müssen. Aber auch das hier in etlichen Beispielen dokumentierte Spektrum an sich als gut bürgerlich etikettierenden Meinungen ist erschreckend genug. Da wird die fast völlige und systematische, staatlich organisierte Ausrottung von sechs Millionen Juden in Europa in einem kleinen Halbsatz mit leichtem Bedauern abgetan (wenn überhaupt), aber sich ausführlich darüber ausgelassen, dass den Juden und den Zwangsarbeitern (das ist dann für die meisten eh das gleiche) viel zu viel gezahlt wird, oder dass der Staat Israel angeblich genau das gleiche macht. Als ob Juden in Deutschland von der Regierung goldene Löffel serviert würden, oder als ob ein paar Tausend Mark ein horrender Lohn für jahrelange unentgeltliche Zwangsarbeit und Demütigungen wären!!! Das Geheimnis der Versöhnung heisst Erinnerung - das sei denjenigen gesagt, die sich gerne auf Goethe und deutsche Kultur berufen, aber sobald sie das Wort "Holocaust" hören, aufstöhnen und erklären, das sei nun ein für allemal abgehakt. Ich habe keineswegs den Eindruck, dass wir als Deutsche (und auch als später Geborene wie ich) unter der Last zusammenbrechen müssten, das Leiden der damaligen Zeit anzuerkennen. Zum Glück ist dieses Gästebuch nicht repräsentativ für die heutigen Deutschen. Der einzige Trost ist, dass es dann doch wohl so etwas wie eine schweigende Mehrheit gibt, die zumindest ein wenig differenzierte Ansichten hat. Auf der anderen Seite ist es doch wieder repräsentativ, dass der Anteil der Leute mit Zivilcourage zu klein ist und damit den Rechten einen viel zu großen Anteil im öffentlichen Meinungsbild und Auftreten lässt. Soviel von meiner Seite zu Thema Vergangenheit. Zur Gegenwart kann ich sagen, dass diese Website ein schönes Beispiel von glücklicherweise doch nicht ganz ausgelöschter, lebendiger jüdischer Kultur in Deutschland ist, und ich hoffe, dass das wieder so selbstverständlich wird, wie es einmal war. Eckhard Pecher

Name: Mathias Wiegand
Email: WiegandM@t-online.de

Datum: Donnerstag, 15 März, 2001 um 16:48:06
Kommentar:
Liebe Mitmenschen. Ich habe nun längere Zeit die Beiträge in dem Gästebuch gelesen. Viel von Betroffenheit, von Schuld und Schuldzuweisungen, von Angst und Enttäuschung, von Toleranz und Verachtung. Ich bin Mecklenburger und stolz darauf, stolz auf meine Heimat, mein Land. In einem Beitrag von Daniel Kroll vom 13. Januar 2001 habe ich gelesen "...weil ich stolz bin ein Jude zu sein...". Eine gute, eine mutige Aussage. Wer definiert Stolz, wer ist stolz auf was, wer will anderen den Stolz nehmen oder sagen "Du darfst nicht stolz sein, weil....". Ich gehöre keinem Glauben an, weder dem katholischen, noch dem buddistischen, weder dem jüdischen, noch glaube ich an den Propheten Mohammed. Ich glaube an mich selbst, meine Familie und meine Freunde. Wer würde angesichts des Vietnam- und Koreakrieges auf die Idee kommen den Amerikanischen Bürgern ihren Nationalstolz zu nehmen, wer würde angesichts des Sklavenhandels im 17./18. Jahrhunderts, den censoredändern und Spaniern und Portugiesen den Nationalstolz nehmen? Wer würde auf die Idee kommen den Russen wegen Tschetschenien den Nationalstolz zu nehmen, oder den Israelis wegen Rhammalla? Wer spielt sich auf dieser Welt nur als Hüter der Wahrheit auf? Ich meine, nur jeder selbst für sich. Ich wünsche mir für alle Menschen dieser Welt, legt die Waffen weg, bekämpft euch nicht mit Worten sondern findet ein Miteinander. Und lasst Euch um Himmelswillen nicht durch religiöse Sichtweisen zu irgendetwas hinreiszen. Und wenn ihr das geschafft habt, dann seit stolz auf euch und alle anderen. Mit freundlichem Gruß aus Deutschland. Mathias

Name: Brigitte Lüffe
Email: cub@post.webmailer.de

Datum: Donnerstag, 15 März, 2001 um 16:46:01
Kommentar:
Es gibt viel zu lesen in Ihrem Gästebuch........ Ich will es kurz machen: Als Christin (=Anhängerin des JUDEN Jeschua) bin ich davon überzeugt, dass die Juden das auserwählte Volk Gottes ist. Das ist so und wird bis an das Ende der Welt so bleiben. Zwischenzeitlich möchte ich Sebastian empfehlen, einmal die Bibel, die Heilige Schrift, zu lesen. Dort wird er die Wahrheit entdecken, die er wohl sucht. Also, Sebastian, erst Bibel lesen und dann erst nörgeln (oder auch nicht!)

Name: Harry Liepelt
Email:

Datum: Dienstag, 13 März, 2001 um 15:43:06
Kommentar:
Hallo Herr Kraus ! Ich weiß nicht, welchen Beitrag von Alexander Sie meinen. Wenn es der ist, auf den ich mich bezogen habe, der steht noch im Gästebuch, weiter unten ! Beiträge werden zwar nicht dadurch besser, dass man sie wiederholt, aber in diesem Gästebuch wird eben nicht zensiert, entgegen allen Vorwürfen. Alexanders Beitrag ist doch bloß kritisch. Wieso sollte ihn überhaupt jemand zensieren ? Und wenn Du glaubst, dass kritische Beiträge zensiert werden, wieso hast Du dann selbst einen geschrieben ? Er wird doch zensiert und erst gar nicht dargestellt, und somit konnte ich ihn auch nicht lesen und auch nicht diese Antwort schreiben... Ich finde übrigens, dass man sich durchaus auch mit Argumenten und Aussagen auseinandersetzen sollte, die man für dumm oder gar schwachsinnig hält. Man kann nämlich ein schlechtes oder falsches Argument nicht dadurch berichtigen, dass man seinem Gegenüber fehlenden Intellekt attestiert oder ihn beschimpft. Damit bestärkt man ihn nur noch in seiner Meinung, weil man seinen Vorurteilen die eigenen Vorurteile gegen Menschen ebenso undemokratisch entgegensetzt. Also an alle, die radikalen Beiträgen widersprechen möchten: Setzt Euch wirklich damit auseinander und sagt nicht einfach nur: "Gehe in die Schule", "Lerne, Dich auszudrücken", "Lese erst mal ein vernünftiges Buch" etc. Setzt das einfach stillschweigend voraus, aber befasst Euch mit dem Inhalt. Nur so kann man verstehen, wo diese Meinungen überhaupt herkommen und auf welcher Basis sie stehen. Und auch ruhig mal andere... HARRY

Name: Sebastian Kraus
Email: sekraus@gmx.de

Datum: Montag, 12 März, 2001 um 17:20:33
Kommentar:
Schönen guten Morgen! Auf den letzten Beitrag kann ich nur erwidern: Euer Gott! Ich persönlich finde die Vorstellung, eine Religion bzw. ein Volk könnte auerwählt sein, äusserts faschistisch und menschenverachtend! Ausserdem würde es mich interessiern, was aus dem Beitrag von Alexander geworden ist, der ja offensichtlich gelöscht wurde, obwohl er sich nur auf einem gehobenen Niveau mit der Heuchelei einiger Beiträge auseinandersetzen wollte. Ich kann mich nur anschliessen: Zensur ist nie gut! Eine echte Diskussion kann nur zustandekommen, wenn man sich auch über die Form Gedanken macht. Das man Personen mit anderer Meinung gleich als Schwachkopf o.ä. beschimpft, halte ich wirklich für "schwach". Um Herrn Liepelts Vorwürfen nicht zu entsprechen, werde ich mich nun inhaltlich äussern: 1) Es ist bereits zwei Generationen her, seit der Holocaust endete. Mit 18 Jahren kann ich also getrost jegliche Schuld an der Ausrottung ihrer Glaubensgenossen von mir weisen. Ausser jemand möchte die Erbschuld jetzt als Argument anführen. Personen, die solche Vorstellungen besitzen, sollten sich einmal das GG durchlesen und sich danach über ihre demokratische Grundeinstellung Gedanken machen. 2) Der Zentralrat ist ein überbewertes Organ, dass aufgrund der historischen Verbrechen versucht, seinen Einfluss unangemessen hoch zu halten. Im Klartext hat kaum eine andere Minderheit eine solch öffentliche Stellung. Dem Vorsitzenden, egal ob Bubis oder Spiegel, kommt somit die Rolle des ständigen Quärulanten zu. Keine Nachricht vergeht, ohne das sich diese Person dazu äussert. Die Argumentation bezieht sich dann am Ende meistens nur noch auf die historische Frage. Halten sie es also für gerecht oder fair, eine allmächtige "Moralkeule", mit der man jederzeit jeden Kritik oder gegensätzliche Meinung abwehren kann, zu besitzen? 3) Das Judentum (bzw. die Israelis) hat in der Zeit seit Bestehen des zionistischen Staates Israel, bereits ein halbes Dutzend, oft unprovozierter, Kriege geführt. "Opfer" bzw Ziel dieser Aggressionen waren Araber, die bekannterweise auch ihnen nicht wohl gesonnen sind. Entspricht die jüdische Vorstellung eines zionistischen Staates nun nicht Hitlers Visionen vom "Lebensraum im Osten"? Glauben sie Palästina war vor 50 Jahren unbewohnt. Die Araber wurden vertrieben, wie damals die Russen und Polen, nur um eine Minderheit ins "gelobte Land" zu führen! Ist das nicht ein klein wenig egoistisch? Sehen sie sich nicht, als Unruhefaktor in der Region, als künstliches Element, welches die Stabilität auf Teufel komm raus zerstören musste? 4) Sind die Reparationszahlungen nicht in Wirklichkeit der gierige Versuch einiger Anwälte, sich selbst zu bereichern? Merken sie nicht, wie ihre Glaubensgenossen benutzt werden? Hitler hatte u.a. die Annahme, dass das Judentum die dt. Wirtschaft zerstören will. Passiert dies nicht jetzt in einem gewissen Masse, durch die Rachsucht einiger Personen? Wieso kann ein Reich-Ranicky das Potential an neuer Ablehnung ahnen und dementsprechend solche Ausgleichszahlungen nicht verlangen, während einige andere Personen es nicht ruhen lassen können? Wieso wollen sie nur für sich selbst Geld und nicht für die vielen osteuropäischen Juden, die heute immer noch auf unterstem Niveau leben müssen? Egoismus? Trotz meiner Kritik wünsche ich ihnen noch alle Gute und freue mich auf eine Antwort. Ausserdem hoffe, ich dass mein Beitrag nicht gelöscht wird. Dieses Gästebuch soll ja schliesslich nicht nur für blinde Ja-Sager sein, oder? Sebastian

Name: Christiane Eggers
Email: chaly.e@t-online.de

Datum: Sonntag, 11 März, 2001 um 10:27:28
Kommentar:
Wie kann er das nur wagen???? das hier hin zu schreiben???? schämt euch...niemals sollte sich ein Jude schämen, Jude zu sein!!! Ihr seid G'ttes auserwähltes Volk!!!

Name: Harry Liepelt (Antwort auf Alexanders Bemerkung)
Email:

Datum: Sonntag, 11 März, 2001 um 10:25:56
Kommentar:
S.g. Herr Alexander, danke für den kleinen Denkanstoss, aber die Angaben unten, die ich jeder Mail beifüge, sind wirklich als Kommunikationsmittel gedacht. Schon mal was von einer eMail-Signatur gehört ? Und was die argumentativen Schwächen mancher "sakraler" Beiträge angeht: Wenn man sich inhaltlich nicht mit etwas auseinandersetzen möchte, kritisiert man eben die Form.

Name: Tomasz Konicz (Antwort auf die Antwort von Harry Liepelt)
Email: pterodactyl@addcom.de

Datum: Samstag, 10 März, 2001 um 00:52:49
Kommentar:
Lieber Herr Liepelt, eingangs möchte ich mich für ihre sachliche und von emotionalen Aufwallungen größtenteils freie Antwort bedanken. Heutzutage ist es schon etwas nicht gerade alltägliches. Trotzdem sehe ich mich gezwungen, auf einige ihrer dargelegten Argumente – in der gebotenen Sachlichkeit – einzugehen. Wobei mir meine knappe Zeit eine umfassende kritische Würdigung ihres Beitrages verwehrt; deshalb hier nur einige Denkanstöße: 1.Selbstverständlich gab es Ähnlichkeiten zwischen der SU Stalins und dem Hitlerischen Deutschland! Aber, ein Grundsatz jeglicher Denkbewegung ist die Kausalität (Ursache und Wirkung), Herr Liepelt. Wir können das Sowjetische System Stalins nicht ohne der ökonomischen und machtpolitischen Situation der damaligen Zeit begreifen. Wenn es also Ähnlichkeiten zwischen den Systemen Stalins und Hitlers gab, so sind diese auf einen bestimmten Faktor zurückzuführen: DEN KRIEG! Alle Armeen sehen sich ähnlich, und alle Staaten, die sich im Krieg befinden ebenfalls. Ich rate ihnen, sich das Grundgesetz genauer anzusehen, geehrter Herr Liepelt. Im falle von Kriegshandlungen, werden nahezu alle demokratischen Grundrechte außer Kraft gesetzt und die Politische Gewalt konzentriert sich in diesem, hoffentlich nie eintretendem, Falle in den Händen des Bundeskanzlers als Oberbefehlshabers der Armee. Wenn es Ähnlichkeiten zwischen dem Stalinistischen und Hitlerischen System gab, so sind diese der Totalen Mobilisierung für den Krieg, DEN KLASSENKRIEG geschuldet. Sie sollten mich nicht mißverstehen, ich verabscheue die Stalinistischen Verbrechen und für mich ist Stalin auch (aber nicht nur) einer der größten Kommunistenmörder. Ich muß es aber betonen, daß der poststalinistische Sozialismus ohne Terror auskam. Sie sollten ferner in sich gehen und sich fragen, wieso den überhaupt Hitler den "jüdischen Bolschewismus" als seinen Hauptfeind ansah. Könnte es nicht sein, das es sich bei dem Stalinismus und Hitlerismus um die extrem Kampfformen grundunterschiedlicher Systeme handelte, die allein durch ihre totale Ausrichtung auf den Kampf gewisse Ähnlichkeiten aufweisen? Nach meinem bescheidenen Dafürhalten handelte es sich bei dem Stalinismus um eine sozialistische Kriegsdiktatur, und bei dem Hitlerismus (als der deutschen Form des Faschismus) um eine kapitalistische Kriegsdiktatur. Deshalb sollten sie den Begriff des Faschismus bitte, bitte, nicht so unkoordiniert gebrauchen. Sprechen sie meinetwegen von "Stalinisten"... Das Kriege immer schrecklich sind, konnten wir ja vor kurzem wieder bei dem Angriffskrieg der NATO gegen Jugoslawien in Erfahrung bringen, aber es ist immer wichtig, sich zu fragen, WER da eigentlich gegen WEN kämpft! 2.Erlauben sie mir bitte noch ein Paar Sätze zu ihrem inflationärem Gebruach der Wörter Ideologie und Dogma. Ohne es zu merken, benutzen sie selbst ideologische Versatzstücke und Dogmen des Kalten Krieges, die teilweise in den 50ern von US-amerikanischen Think Tanks (Denkfabriken) im Umfeld des Pentagon entworfen worden sind. Da wäre vor allem die Totalitarismusdoktrin. Sie konstruiert einen "demokratische Mitte", die als Natürliche Gesellschaftsform des Menschen dargestellt wird. Links und Rechts hiervon sollen nun die Abweichungen hiervon zum selben Ergebnis führen: DER (nicht näher definierten) DIKTATUR!! Diese klevere Doktrin wurde im aufkommenden Kalten Krieg eingesetzt, um den Menschen klarzumachen, wieso sie jetzt gegen ihre einstmaligen Alliierten, die Sowjets, kämpfen sollen. Wenn diese Konstruktion wirklich einen - wie auch immer gearteten - Bezug zur Realität hätte, so wären die Leichenberge der Westlichen Politik nicht zu erklären, die sich in den letzten Jahrzehnten angehäuft haben – und es noch immer tun. Wieso haben unsere westlichen Demokratien brutalste Schlächterregime unterstützt, oder Demokratische Anläufe zum Sozialismus weggeputscht (z.B. Chile/Iran/Griechenland/Guatemala)? Wieso tun sie es noch heute (z.B. Türkei)? Wenn wir angeblich Jugoslawien um der Menschenrechte willen bombardiert haben, wieso tun wir es nicht auch mit der Türkei? Ein gutgemeinter Rat: Sie müssen die Politischen Vorgänge in unserer KAPITALISTISCHEN Welt vor dem Hintergrund handfester Interessen betrachten, und nicht als Kampf von Demokratie und Diktatur. 3.Noch einige abschießende Bemerkungen, Herr Liepelt. Selbstverständlich kommt es auf das Engagement eines jeden von uns an! Aber, die Frage ist, wofür wir uns engagieren? Es geht dabei, meiner Meinung nach, nicht so sehr um das Vorleben eines guten Beispiels, sondern um die Veränderung der gesellschaftlichen Strukturen, die zu diesen Mißständen geführt haben. Das wäre doch um einiges rationaler, oder? Und noch was... Ich schrieb, das ich den Kapitalismus durch ein BESSERES System ersetzen will - und nicht durch eine stalinistische Terrorherrschaft! Stalin ist ein Produkt einer bestimmten historischen Epoche gewesen, und ich lasse mir mit der "Stalinkeule" nicht verbieten, über ökonomische Alternativen zum Kapitalismus nachzudenken. Herr Liepelt, wer glaubt, das Demokratie nur im Kapitalismus - und nur repräsentativ – funktionieren kann, der hat sehr wenig Phantasie! Ach ja, die Sozialistischen Staaten waren alle "Diktaturen"... Es gab demokratische Anläufe zum Sozialismus, Herr Liepelt, die wurden aber "im Blut gebadet", wie sich Pinochet ausdrückte. Heute wissen alle gut informierten Menschen (ich hoffe, die Zeit- Leser auch...) das der Putsch gegen Allende in Chile hauptsächlich von der "demokratischen" Führungskraft USA inszeniert wurde. Könnte es nicht sein, daß die Mächtigen und Reichen eines Landes den friedlichen/demokratischen Übergang zum Sozialismus nicht zulassen? Außerdem muß noch berücksichtigt werden, das autoritäre Herrschaft immer ein Zeichen von ökonomischer Schwäche ist! Die DDR mußte die Mauer erbauen, weil ihr die Fachkräfte wegliefen, um in der BRD für ein fürstliches Gehalt zu arbeiten – um "Freichet" ging es den wenigsten, die sich übrigens in der DDR frei bewegen konnten . Nochmals und zusammenfassend, Herr Liepelt, sie müssen sich vergegenwärtigen, daß es während des Kalten Krieges nicht um den Kampf Diktatur gegen Demokratie ging, sondern um die Eigentumsverhältnisse an Produktionsmitteln, und somit um die Frage des Kapitalismus und Sozialismus.... Ich möchte mich nochmals für ihre ausführliche Antwort bedanken, wünsche ihnen weiterhin alles Gute und bitte um Vergebung für dieses von der Hektik unserer Zeit verkürzte – und vielleicht auch zu knapp gehaltene - Schreiben. Hochachtungsvoll, Tomasz Konicz

Name: Harry Liepelt
Email:

Datum: Freitag, 9 März, 2001 um 01:53:03
Kommentar:
Lieber Herr Konicz ! Es ist natürlich richtig, dass man Links und Rechts nicht einfach so in einen Topf werfen kann. Aber linksradikale und rechtsradikale Systeme haben gewisse Gemeinsamkeiten. Nicht so sehr die Menschen, die in ihnen leben oder für die Systeme eintreten. Das sollte man differenzieren und sich nicht gleich persönlich angegriffen fühlen ! Wenn ich von politischen Ideen und Systemen rede, muss ich doch darüber reden, was in der geschichtlichen Wirklichkeit stattgefunden hat und nicht darüber, was Sie sich wünschen würden oder was die Gedanken und politischen Vorstellungen der Kommunistinnen und Kommunisten sind ! Sicherlich sind Sie bei Ihren Demos und in Ihrem Engagement nicht für Diktatur und Unfreiheit eingetreten, sondern für Gerechtigkeit und die Gleichheit der Menschen, für eine bessere Welt. Aber schauen Sie sich doch die ehemaligen kommunistischen Länder mal an. Alle kommunistischen Staatsversuche auf dieser Welt haben sich über kurz oder lang zur Diktatur entwickelt ! Gab es in der DDR und der UdSSR etwa Demokratie ? Gab es Meinungsfreiheit ? Gab es die Herrschaft der Menschen ? Konnten die Leute sich frei bewegen ? Gab es Gleichheit ? NEIN ! Es gab eine Diktatur der Partei-Funktionäre, die sich als Genossen ausgaben, aber in Wirklichkeit nichts anderes als Führer waren ! Kuba ist der letzte Kommunismusversuch. China ist zwar noch totalitärer, aber wirtschaftlich schon etwas aufgeweicht. Natürlich wird zuerst eine wirtschaftliche Annäherung an den Klassenfeind gewagt - friedliche Demonstranten auf dem "Platz des Himmlischen Friedens" wurden erschossen oder mit Panzern überrollt, weil sie Reformen forderten, und Menschen landen auch heute noch im Knast oder werden liquidiert, wenn sie in der sog. Volksrepublik oder auch in Kuba nicht System-konform reden und handeln. Stalin hat seinerzeit im eigenen Land Millionen Menschen umbringen lassen. Bei kommunistischen Diktaturen wird nicht unbedingt fremden Völkern geschadet, dafür unterdrücken sie aber das eigene, sperren es ein, lassen es umbringen oder verhungern. Das alles gibt Ihnen überhaupt nicht zu denken, Herr Konicz ? Bestimmt gab es und gibt es in Deutschland Staatsdiener, die auf dem rechten Auge blind sind. Aber ich habe den Verdacht, dass auch manch ein Bürger auf dem linken Auge blind ist. Und fühlen Sie sich da ruhig auch mit angesprochen, Herr Konicz ! Es gibt immer einen Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit ! Auf der Seite Ihres Klassenfeindes ebenso. Aber wie will man denn bitte die Welt verbessern und gerechter machen, wenn man die einen Lügen einfach durch neue andere ersetzt ? Das muss doch schief gehen ! Die Menschen sind nun mal NICHT gleich, können es gar nicht sein. Und das ist auch gut so. Chancengleichheit wäre jedoch erforderlich ! Gleichheit vor dem Gesetz ! Es kommt dabei auf den Willen und das Engagement jedes Einzelnen an, die Welt gerechter zu machen. Nicht darauf, dass mal endlich der "richtige" Führer oder das "richtige" System drankommt. Wenn man Menschen Macht über andere Menschen gibt, wird sie meistens missbraucht ! Man kann Widerstand und Veränderung auch demokratisch organisieren und herbeiführen ! Der Wandel in der DDR und in der UdSSR war doch auch größtenteils friedlich ! Für die kommunistische Ideologie und ihre Anhänger sind eben Demokratie, Recht und Freiheit keine eigenständigen Werte, die unabhängig vertreten werden müssen, sondern sie sehen sie immer im Kontext mit dem feindlichen System. So kommen Sie, Herr Konicz, auch sofort bei Freiheit, Liberalismus und Demokratie auf Kapitalismus und werfen alles in einen Topf. Unsere Staatsform ist parlamentarische Demokratie, eine Republik, schon seit 1949 ! Es heißt nicht "Staatsform: Kapitalismus". Auch wenn es vielleicht manchmal so aussieht. Unterschätzen Sie nicht die Macht des Volkes ! Es hat die Mauer in der DDR friedlich zum Einsturz gebracht. Es könnte die Fleischwirtschaft kippen, indem es einfach kein Fleisch mehr kauft, solange bis etwas anders wird. Wir machen die Kreuzchen auf den Wahlzetteln. Wir sind die Macht, nicht irgendwelche Bonzen. Kriege auf der Welt sind vor allem Machtkämpfe und meistens ideologisch oder religiös motiviert ! Rechts- wie Linksextreme setzen auf Lösungen von oben herab, mit der Faust. Und das meine ich auch mit "Dummheit", die überwunden werden muss. Die Dummheit besteht darin, andere für einen denken zu lassen, blind irgendwelchen Ideologien und Systemen nachzueifern und zu meinen, es gäbe auf der anderen Seite die Bösen und auf der eigenen Seite die Guten, und es müsste bloß mal einer richtig durchgreifen. Es ist meiner Ansicht nach ein Armutszeugnis, wenn man sich in einer Demokratie mit einem Grundgesetz, das einem Grundrechte gibt, nur gewaltsam wehren kann, nur mit Gewalt eine Veränderung herbeiführen kann. Es gilt: Der Zweck heiligt die Mittel, und linker Mord ist besser als rechter, das Kapitel RAF. Gute Motive rechtfertigen aber niemals die eingesetzten Mittel, und schon gar nicht das Ergebnis. Solche Menschen wollen nicht Freiheit und Demokratie, sondern die Diktatur, und sind daher für mich - es tut mir leid - Faschisten ! Egal, von welcher Richtung sie kommen. Demokratie heißt Volksherrschaft. Bei uns repräsentativ. Wenn die Leute natürlich nur an sich und ihresgleichen denken, Interessengruppen bilden und die wahren Probleme auf der Welt einfach ignorieren, dann kommt das dabei heraus, was wir zum Teil haben. Dann muss man die Leute eben auf die Probleme aufmerksam machen, sie wachrütteln. Dann müssen sich die Menschen, die etwas ändern wollen, eben politisch engagieren - und ich meine parlamentarisch und demokratisch ! Nicht eine Revolution durchführen. Damit ersetzt man nur das eine Unrecht durch ein anderes ! Trotz aller Mängel ist die Bundesrepublik Deutschland für mich die beste Errungenschaft in der deutschen Geschichte. Sie zu bekämpfen ist abwegig ! In Deutschland wird niemand verhaftet, der demokratisch seine Meinung vertritt. In der DDR war das so ! Und was die Probleme auf der Welt angeht: Wir stecken doch alle mit drin ! Wir alle lassen die Menschen in der Dritten Welt verhungern, indem wir ihnen z.B. nicht genügend für ihre Waren bezahlen wollen - im Supermarkt. Dumping-Preise machen auch den Tierschutz unmöglich. Wir bestimmen, mit unserer Kaufkraft ! Wir zerstören alle die Umwelt mit unserem Müll, unserer Energievergeudung und unseren Autos. Ihre Ideologie, dass die Bürger (oder die Arbeiterklasse) alle perfekte, redliche Menschen sind, nur das System und seine Bonzen alles kaputt machen und diese daher durch andere ersetzt werden müssen, ist einfach falsch ! Mit Ideologien, Revolutionen und Dogmen kann man die Welt nicht verbessern. Jeder von uns muss seinen kleinen Beitrag leisten. Selbstkritisch sein. Sich d e m o k r a t i s c h einbringen. Denken Sie mal darüber nach, Thomas Konicz. Bei den Entschädigungen für die Zwangsarbeiter haben Sie allerdings Recht ! Es ist eine große Schande für unser Land, dass die Zwangsarbeiter nicht schon alle bei Entstehen der Bundesrepublik entschädigt wurden, dass es sich erst fünfzig Jahre hinziehen musste und viele schon verstorben sind ! Das eigentliche Problem, das immer hinter den Auswüchsen des Kapitalismus und dem Scheitern des Kommunismus steht, ist apolitisch: Es ist der Egoismus des Menschen.

Name: Jens Lehmann
Email: new-design@web.de

Datum: Freitag, 9 März, 2001 um 01:44:47
Kommentar:
Hallo Team Bitte veröffentlichen sie diese mail in das Gästebuch. Vorab muß ich ein paar Worte zum Eintrag von Jennifer Goehrke am Freitag, 23 Februar, 2001 um 17:34:27 machen. Liebe Jennifer. Deine Zeilen fand ich mehr als merkwürdig! Les dir deinen eintrag noch mal durch und denk darüber nach, was du geschrieben hast! Und, eine absolute Frechheit finde ich einen Beitrag von jemanden, der wohl nicht das Rückrad hatte mit Namen und e-mail Adresse zu posten. (Eintrag von Dienstag, 27 Februar, 2001 um 01:31:56) „Ins Gästebuch kann man sich nur eintragen, wenn man euch per eMail schreibt! Das ist glatte Zensur! Damit auch ja kein falsches Wort reinkommt gell?! Mit dieser Art und Weise macht ihr JUDEN euch nur noch mehr Feinde!“ Es ist mir unbegreiflich, wie jemand noch heute so etwas schreiben kann. Finde es auch nicht so praktisch, in ein Gästebuch zu schreiben, wo man vorher seinen Text per e-mail schicken muß. Doch gleich zu schreiben, dass es Zensur ist?! Außerdem der letzte Satz, der die Verachtung wiederspiegelt, hätte meiner Meinung nach gelöscht werden sollen! Mir persönlich gefällt die Seite sehr gut. Es lohnt sich auf jeden Fall, sie weiter zu empfehlen! Macht so weiter. Smarte Grüße _JENS_

Name: Tatjana Wiersbowsky
Email: T.Wiersbowsky@web.de

Datum: Freitag, 9 März, 2001 um 01:42:03
Kommentar:
Zum Eintrag "Name: Schämt euch ihr Juden! " von 27.02 Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie feige manche Leute sind... Mit meinem Lebensgefährten habe ich lange Zeit die Homepage eines Chatchannels betreut und musste auch dort feststellen, dass die Anonymität des Internets den feigen, mutlosen Ratten immer wieder Gelegenheit gibt, aus ihren Schlupflöchern zu kommen! Es zeugt natürlich von unheimlicher Intelligenz und Konfliktfähigkeit, wenn man anonym seine Meinung postet und über andere herzieht, klar! *nichternstnehme*. Als Webmaster hätte ich geantwortet: "Ich brauche Gegner, keine Opfer!" Will damit sagen, dass es mir ein leichtes wäre, anhand der IP Name und Adresse des Postenden herauszubekommen und natürlich - online zu stellen. Und dann wartet mal ab, bis das Mail kommt: "Bitte, bitte löscht den Eintrag mit meinem realen Namen und mit meiner Privatadresse!" Soweit zum Thema Zensur, die muss manchmal einfach sein! Diese Seiten sind ja wohl eher als Portal zur Information gedacht und nicht als Meckerecke für anonyme Schwachköpfe! Hinter jedem Nicknamen und hinter jedem Eintrag steckt ein Mensch, auch hinter dieser Homepage. Man sollte soviel Anstand mit der Muttermilch eingesogen haben, dass man sein Gegenüber mit dem gleichen Respekt und mit der gleichen Freundlichkeit behandelt, mit der man von anderen selbst behandelt werden möchte. Und nun zum Thema Anonymität. Sicher bietet das immer noch neue Medium Internet viele Möglichkeiten, egal in welcher Form - legal oder illegal. Es zeugt aber sicher von mehr Intelligenz, Bildung und weisheit, wenn man nicht versucht, alle Schluplöcher zu finden. Muss man jedem Hammel hinterherblöken? Muss ich unbedingt die Menschen, die Regierung und alle Welt provozieren und meine Meinung kundtun? Schlimmstenfalls auch noch ungefragt? Wer hat nach der Meinung von Anonym gefragt??? Wenn es keine herausragend brilliant geniale Persönlichkeit ist, die ohnehin zu intelligent für so einen Schwachsinn ist, warum posten Sie dann, Herr oder Frau Anonym? Wenn Sie unsere Meinung nicht interessiert, warum sollte uns Ihre Meinung dann berühren? *gelangweiltschulterzuck* Ausser meckern und schimpfen scheinen Sie ja nichts Intelligentes von sich geben zu können und ich muss Ihnen ja nicht sagen, wenn Sie die Zeiten von damals zurückwünschen, was man mit "lebensunwertem Leben" gemacht hat (selbst der, der diesen blödsinnigen Begriff geprägt hat, kann nicht alle Tassen im Schrank gehabt zu haben). Sehen Sie mal, zur damaligen Zeit wurden (so schreiben es die Biografen) alle aus dem Weg geräumt, die eine andere Meinung hatten, als der, der glaubte, der Führer zu sein. Also alle diejenigen, die aufgrund einer andersgerichteten Meinung "unbequem" waren (da frage ich mich, ob Hitler wohl auch nicht Konfliktfähig war und an einer Profilneurose litt?). In der heutigen Zeit, in der Gegenwart, im Jetzt sind Sie aber in der unbequemen Minderheit und die Mehrheit der Bevölkerung möchte ohne Ihre ungefragt eingebrachte Meinung leben, in Frieden und Verständnis für andere Völker, Rassen und Religionen. Ich frage mich manchmal, wie wenig IQ (dieser Quotient sagt lediglich über die Lernfähigkeit eines Menschen etwas aus, sonst gar nichts) nötig ist, um an veralteten, überholten und falschen Ideologien festzuhalten? Wie dumm muss ein rechtsextremistischer Mensch sein, zu glauben zur heutigen Zeit aus einem Vielvölkerstaat (wie Deutschland jetzt einer ist) wieder einen einrassigen Staat zu machen? Ist Deutschland übrigens noch nie gewesen, völliger Humbug also... *andenkopfpackundstöhnvorsovielblödheit* Ihnen, sehr geehrter Herr Anonym, oder verehrte Frau Anonym, möchte ich doch antragen, in Zukunft mehr den grauen Matsch in Ihrem Knochenhohlraum, oberhalb der Schultern, zu nutzen. Falls der nicht schon ganz durch Nikotin und Alkohol zerstört ist... *schmunzel* Und den Webmastern und Initiatoren dieser Website möchte ich zu ihrem Informationsportal gratulieren. Ich persönlich bin Webmasterin mehrerer Sites im Netz und Mitglied in einem Verein für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Und auch wenn der Vorstand aus völlig altmodischen Rentnern besteht, die sich gegenseitig bedauern, wie schlecht es ihnen doch im Krieg ergangen ist, so soll doch immer das Ziel nie aus den Augen verloren werden: AUFKLÄRUNG... Aufklärung der Jugend, der Nachkriegsgenerationen, derer, denen die (ein ebenso beklopptes Wort:) "Gnade der späten Geburt" zuteil wurde muss weitergehen. Wir sehen, dass es heute nötiger ist denn jeh, Information zu geben und Berührungsängste abzubauen, das Gegenseitige Verständnis füreinander zu sensibilisieren. Sehr wichtig. In diesem Sinne, nix für ungut. Wollte ich nur mal gesagt haben!

Name: Alexander
Email: alexs@anonymous.to

Datum: Donnerstag, 8 März, 2001 um 00:40:43
Kommentar:
Liebe Leser, ich konnte nicht umhin, beim Lesen im Gästebuch und auch auf der Homepage einige Dinge zu entdecken, die so nicht unwidersprochen bleiben können. So halte ich es für höchst bedenklich, dass jegliche Kampagnen der Bundesregierung gegen das wachsende Potential an Antisemitismus und Fremdenhass nahezu unkommentiert auf dieser Seite veröffentlicht werden. Auch im Forum findet dazu keine kritische Diskussion statt, es sind allenfalls polemisierende Äußerungen jeglicher Ausprägung zu sehen. Dabei ist eine Billigung der "Maßnahmen" unserer Bundesregierung und natürlich auch anderer Institutionen bei genauerer Betrachtung eine Unmöglichkeit. Die Verknappu ng der Persönlichkeitsrechte, der Individualität, ist den meißten Forderungen immanent. Schon werden Rufe laut nach einem Verbot von sogenannter "rechtsextremer Kleidung". Was bitte soll das sein? Etwa merkwürdig geschnittene Jacken, die in irgendeiner Armee von Piloten getragen werden? Oder schwere Stiefel? Überhaupt, Verbot, Verbot, Verbot, Überwachung, Zentralkartei! Ja, wo leben wir denn bitte? Wieterhin auffällig ist der sakrale Charakter einiger Äußerungen im Gästebuch, mit dem Versucht wird offensichtliche argumentative Mängel zu verschleiern, um den Anschein von Intellektualität zu erwecken. Diese "Seht her, ich habe nix zu verbergen" Mentalität gipfelt in dem Eintrag von Herrn Harry Liepelt, der mit der Nennung von sämtlichen (über das Internet möglichen) Formen mit ihm in Kontakt zu treten abschließt. ist dies ein ehrlich gemeinter Aufruf mit ihm zu diskutieren, oder doch bloß pure Selbstg efälligkeit? Auch ich kann mich sicherlich nicht davon freisprechen, Dinge zu überspitzen, doch ich hoffe, ich habe hiermit einen kleinen Denkanstoß gegeben. Alexander

Name: Tomasz Konicz
Email: pterodactyl@addcom.de

Datum: Montag, 5 März, 2001 um 01:53:43
Kommentar:
Antwort auf den Komentar von Harry Liepelt Hallo, Leiber Herr Harry Liepelt! Ich bin Kommunist, habe an etlichen Demonstrationen gegen deutsche Faschisten teilgenommen, wurde von rechten Polizisten verprügelt und bin etliche Male in Knästen wegen meines antifaschistischen Engagements gelandet. Ich laß mich nicht von ihnen mit diesem rechten Verbrechern in einen Topf werfen! Ihre Definitionen von "Faschismus" sind absolut abwegig. Es müßte doch selbst sie verwundern, wieso die deutsche Industrie heute noch nicht ihre fälligen Wiedergutmachungszahlungen geleistet hat. Wer hat denn wohl von den "Arisierungen" profitiert?? Waren es die dummen Proleten, oder Leute mit einem sicherlich höheren Schulabschluß als dem Abitur?? Ach ja, noch was... gab es in der DDR vor 1989 irgendwelche antisemitischen oder rassistischen Ausschreitungen?? Da müßten sie aber lange suchen. Die vielen Kommunisten jüdischer Herkunft in der SED waren ihrer Definition zufolge dann auch Antisemiten und Faschisten. Noch ein Wort zu unserer "Liberalen" und "aufgeklärten" Marktwirtschaft! Ein gesellschaftliches System, das jährlich Millionen von Hungertoten, Kriege, Armut und Elend auf der ganzen Welt zwangsläufig produziert, gehört abgeschafft und durch ein besseres ersetzt! Vor dem Tippen, empfehle ich zukünftig den Verstand zu gebrauchen. Kampf gegen die Dummheit hat gerade erst begonnen... Im übrigen verbleibe ich mit der Versicherung meiner höchsten Wertschätzung, ihr Tomasz K.


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