Jüdische Kultusgemeinde Heidelberg



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Juden in Heidelberg:

Gegen die jüdischen Bewohner der Stadt kam es schon vor der Zeit des Nationalsozialismus gelegentlich, z. B. 1819 zu Ausschreitungen. Mit dem Bergfriedhof wurde auch ein neuer jüdischer Friedhof angelegt, der – anders als die Synagogen und viele Privathäuser, die 1938 zerstört wurden – auch den Nationalsozialismus überstanden hat. Im Jahr 1933 lebten 1.102 Bürger jüdischen Glaubens in Heidelberg. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 waren es nur noch 483 und 1946 gerade mal mehr 196. Im Rahmen der Wagner-Bürckel-Aktion, in der über 6000 Juden aus Baden und der Saarpfalz nach Frankreich deportiert wurden, wurden am 22. Oktober 1940 auch 282 Heidelberger Juden in das Internierungslager Gurs verschleppt. Die meisten deportierten Heidelberger wurden danach in Auschwitz ermordet. Seit 1990 gibt es in der Stadt wieder eine Synagoge einer liberalen Reformgemeinde. Neben der Universität und mit ihr verbunden, gibt es eine Hochschule für Jüdische Studien. Sie bietet ein breites Fächerspektrum und ermöglicht auch die Ausbildung zum Rabbiner.

Quelle: wikipedia


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