Jüdische Gemeinde Oranienburg



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Juden in Oranienburg:

Das jüdische Bethaus (Synagoge) von 1848 (zu dem auch Schule, Lehrerwohnung und Mikwe gehörten) in der Havelstraße 6 wurde beim Novemberpogrom 1938 von SA-Männern zerstört. Ab 1940 wurde das Synagogengebäude von der Oranienburger Baptistengemeinde genutzt, bevor es am 6. März 1944 durch einen anglo-amerikanischen Luftangriff zerstört wurde. Das 1988 zur Erinnerung an die Jüdische Gemeinde und ihre Synagoge errichtete Denkmal befindet sich irrtümlicherweise auf dem benachbarten Grundstück Havelstraße 5.
Seit einigen Jahren gibt es in Oranienburg nach fast 60 Jahren wieder eine kleine, aber lebendige, jüdische Gemeinde. Sie zählt 60 Mitglieder und wird von einem Rabbiner aus Berlin betreut. Die Gemeinde Wiedergeburt unterhält im Zentrum Oranienburgs ein Gemeindehaus, das als Bethaus, Begegnungsstätte und Verwaltung fungiert. Dem ehemaligen amerikanischen Finanzminister (unter Jimmy Carter) und heutigen Direktor des Jüdischen Museums in Berlin Werner Michael Blumenthal wurde im Jahre 2000 durch seine Heimatstadt Oranienburg die Ehrenbürgerwürde verliehen. Die Stadt hat nach ihrer jahrzehntelangen Obhut der jüdischen Gemeinde den gut erhaltenen Jüdischen Friedhof zurückgegeben. Nach mehr als 60-jähriger Unterbrechung wurde inzwischen wieder eine Beisetzung durchgeführt.

Quelle: wikipedia


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